Bei der Ausbildung eines Personenspürhundes (Mantrailing, aus dem englischen: man „Mensch“ und trail „verfolgen“) nutzen wir die Fähigkeit des Hundes, verschiedene Gerüche unterscheiden zu können sowie seine angeborene jagdliche Leidenschaft.
Im Gegensatz zu unseren Flächensuchhunden verfolgt der Personenspürhund nur einen individuellen menschlichen Geruch.
Hierbei ist er in der Lage unzählige „falsche“ Gerüche von uns Menschen, von Tieren und der Umwelt (Abgase, Chemikalien etc.) zu unterscheiden und auszublenden. Er ist in der Lage, einer Spur auch nach Tagen und über viele Kilometer zu folgen.
Der Personenspürhund verfolgt die Geruchsspur überall dort, wo sie sich befindet. Hierbei ist es egal ob sich die Spur im Wald, in einem Industriegebiet oder mitten in der Stadt befindet.
Im Unterschied zu den frei suchenden Flächenhunden arbeitet der Personenspürhund an einer langen Leine. Er benötigt für seine Arbeit einen Gegenstand mit dem Geruch der gesuchten Person, sozusagen ein eigenes Fahndungsfoto.
Seine Aufgabe besteht nicht nur im Auffinden der gesuchten Person; durch seine Arbeit kann er Behörden Erkenntnisse liefern, welche für weitere Suchmaßnahmen hilfreich sind. Dies ist z.B. der Fall, wenn sich die Person mit einem Linienbus entfernt hat oder aufgrund des zeitlichen Vorsprunges nicht eingeholt werden kann. Hier kann ein gut ausgebildeter Personenspürhund die Laufrichtung der Person angeben. Unsere Flächenhunde können nun gezielt in Laufrichtung des Personenspürhundes eingesetzt werden.
Ein Personenspürhund ist weder eine „Wunderwaffe“ noch ein „Einzelkämpfer“, wie immer wieder angenommen wird. Die richtige Kombination unterschiedlicher Einsatzmittel (Flächensuchhunde, Hubschrauber usw.) ist häufig effizienter und führt am schnellsten zum Ziel.